white|russians
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American Lesion (1997)
Greg Graffin
Lable: Atlantic/Polipterus
Genre: Songwriting
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"American Lesion" ist das erste Soloalbum vom Bad-Religion-Frontman Greg Graffin. Beim Hören der ersten Töne wird schnell klar, dass es sich hierbei nicht um Punkrockhandelt. Die führenden Instrumente sind Piano und Akustikgitarre, die selbst von Graffin eingespielt wurden. Die Texte sind sehr poetisch und persönlich und zeigen das Songwritertalent des Musikers.
Das erste Lied "Opinion" ist ein Ohrwurm, den man so schnell nicht mehr los wird. Es erzählt von Gregs Kindheit in einem klagenden Ton, der bei mir eine ziemliche Gänsehaut verursacht:
"No one ever told me about the right way to love
And no one ever showed me what we're supposed to be made of
So don't be too forthright about what you think that I should be
And I'll willingly accept your low opinion of me"
Es folgt das sehr poetische "Fate's Cruel Hand" und das verhältnismäßig rockige "Predicament". "The Fault Line" ist sehr düster und kritisiert unsere Gesellschaft, in dem es die eigene Identität in Frage stellt.
Hervorheben möchte ich noch "Cease", eine Akustikversion des 1996 auf "The Gray Race" erschienenen Songs mit gleichem Namen. Graffin covert quasi Bad Religion.
Der hoffnungsvollste Song des Albums ist "Maybe She Will". Trompeten begleiten das lied und stellen eine heitere verspielte Atmosphäre her. Graffin singt von der Liebe zu einer Frau, die ihn längst verlassen hat und der noch so kleinen Hoffnung, ihr Herz wieder zu erobern. Der Text ist sehr traurig und stellt einen Widerspruch zur Melodie her, so dass ich zwischen Freude und Trauer hin- und hergerissen bin.
"American Lesion" ist sehr abwechslungsreich und lädt zum zuhören ein. Wer jedoch Punkrock erwartet, ist fehl am Platz. Das Album ist leider nur als Import zu beziehen.
(t)
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