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Achtung, hier spielt die Musik. Wir geben euch in dieser Rubrik
Kauftips für CDs und DVDs, die eurem Leben eine neue Note geben.
Wer sucht, der findet hier auch etwas über Musik allgemein.




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Kleiner Exkurs in die Welt des folk-beeinflussten Punk


Dieser kleine Text versteht sich als Überblick über Punkbands, die - größtenteils irische - Folkeinflüsse in ihre Musik miteinbringen.
Die hier genannten Bands sind nur eine kleine Auswahl, wenn wohl auch die populärsten. Sinn des Textes ist die bloße Vorstellung der Bands, Rezensionen und Discographien werden aus Gründen der Aktualität nicht geleistet.
Lesern, die die einzelnen Bands bereits kennen, wird deswegen an dieser Stelle wohl kaum etwas Neues geboten werden.

Eigentlich eher punk-beeinflusste Musik macht die irische Band (übrigens die einzige derer, die hier vertreten sind, deren Bandmitglieder wirklich in Irland leben) BLOOD OR WHISKEY (bloodorwhiskey.com). Hier überwiegen deutlich die Traditionellen Instrumente, wobei lediglich das gehobene Tempo an härtere Musikrichtungen erinnert. Dennoch ist hier kein einlullendes Gedudel angesagt, da nicht zu letzt die ultra-rauhe Stimme des Sängers deutlich nach vorne treibt.
Wesentlich "elektronischer" geht es da bei FLOGGING MOLLY (floggingmolly.com) aus L.A. zur Sache. Hier sind sowohl die traditionellen Instrumente wie Tin Whistle als auch E-Gitarre bzw. -Bass fester Bestandteil der Musik. Dies wird dann gekonnt zu eingängigen, fröhlich zum Tanzen animierenden und manchmal auch traurigen Liedern verbunden. Genau wie bei Blood or Whiskey handelt es sich hier zum Großteil um selbst geschriebene Lieder.
Anders bei den PORTERS (theporters.de). Dieses im Jahre 2002 ins Leben gerufene Projekt einzelner Bandmitglieder verschiedener Punk-, Oi!- bzw. Ska-Bands des Ruhrpotts beschränkt sich darauf, Traditionals durch das Einsetzen der typischen Instrumente wesentlich punkiger daherkommen zu lassen, die Ausnahme stellt jedoch das Intro dar, das den komplexen und gesellschaftskritischen Text "Hey yo, hey yo, we are the porters, we drink beer" aufweist. Trotz der starken Tendenz zum Punk sind Banjo & Co. fester Bestandteil der Lieder.
Die Bostoner DROPKICK MURPHYS (dropkickmurphys.com) halten es mit der Benutzung traditioneller Instrumente wesentlich lockerer. In den frühen Neunzigern als reine Oi!- bzw. Punk-Band gegründet, besann man sich im Laufe der Zeit auf die irischen Wurzeln und fügte dem eigenen Sound die Klänge des Dudelsacks hinzu. Dass dieses Instrument eher schottisch ist kann hier wohl ruhig außer Acht gelassen werden. Nach und während Umbesetzung und Aufstockung der Mitgliederzahl wurde der Dudelsack ein immer fester werdender Bestandteil des Songrepertoires und so lag die Entscheidung nah, sich einen Dudeslackspieler als Bandmitglied zu suchen.
Mit der Zeit verstärkte sich also der Einfluss von traditionellen Instrumenten und so erklingen nun auch Tin Whistle oder Mandoline. Mit dieser Entwicklung ging auch die Möglichkeit verloren, die Band in eine der existierenden Schubladen der Musikstile einzuordnen, da neben den folk-beeinflussten Stücken ebenfalls immer noch Songs geschrieben werden, die ausschließlich von Bass/Gitarre/Drums gespielt werden. Textlich pflegen die Dropkick Murphys den Working-Class-Background indem sie sich neben selbst geschriebenen Songs und Traditionals bei Schriftstellern und anderen Musikern bedienen und deren Werke neu interpretieren oder erst vertonen. Die Dropkick Murphys dürften die wohl bekannteste Band der Gattung sein.
Nach dem Motto last but not least bilden die REAL MCKENZIES (realmckenzies.com) aus Seattle den Schluss dieses Textes. Anders als die zuvor genannten Bands besannen sich die Mitglieder der Real McKenzies in den frühen Neunzigern auf ihre schottischen Vorfahren und spielen seitdem Punkrock, dessen festen Bestandteil der Dudelsack darstellt. Als Vorbild für die Band gilt der schottische Nationaldichter Robert Burns (während die Dropkick Murphys zum St. Patrick´s Day auftreten geben die Real McKenzies zum Robbie-Burns-Day Konzerte). So werden munter seine Lieder, ebenso wie andere Traditionals, gecovert - darüber hinaus natürlich auch eigene geschrieben. Textlich geht es um dreierlei Dinge: Saufen, stolz auf die shottische Abstammung zu sein (was jedoch nicht bierernst genommen werden sollte) und für diese zu kämpfen. Dies ergibt eingängige und gute Laune verbreitende Lieder, zu denen vorzüglich das Tanzbein geschwungen werden kann.

Abschließend ist wohl zu sagen, dass alle Bands hiermit wärmstens empfohlen sind und dem geneigten Musikhörer durchaus zu gefallen wissen.

(dirk)

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